In Deutschland bleibt auch nach Jahren und Jahrzehnten des Lotto spielens die gleiche Frage zurück. Muss man wirklich Steuern zahlen, wenn endlich das große Los gezogen wurde? Es heißt zwar immer, der Lottogewinn sei steuerfrei, aber entspricht dies auch vollkommen der Wahrheit? Auch wenn steuerfrei nicht der richtige Begriff ist, so müssen die Spieler zumindest bei einem Gewinn nichts von der Auszahlung abgeben. Erfahrt hier, warum nicht. 

Grundsätzlich gilt für die allermeisten, falls nicht sogar für alle Länder weltweit: Die fälligen Steuern richten sich stets nach den Bestimmungen des Landes, in welchem sich der Wohnsitz des Gewinners befindet. Ist man in Deutschland gemeldet und hat dort seinen Wohnsitz, sind ggf. fällige Steuern gemäß deutschem Steuergesetz an das zuständige Finanzamt in Deutschland abzuführen. Bei Wohnsitzen in mehr als einem Land wird es etwas komplizierter, was jedoch auf die wenigsten zutreffen dürfte.

 

Tipper in Deutschland können aufatmen

Sämtliche Lottogewinne sind in Deutschland steuerfrei. Das gilt gleichermaßen für Gewinne aus den staatlichen Lotterien, als auch für Gewinne aus Lotterien und Sportwetten, an denen über das Internet teilgenommen wird – auch bei ausländischen Glücksspielbetreibern, ganz egal, wo in der Welt. Dabei zählen auch Gewinne aus Rubbellosen, Sofortlotterien und Sportwetten zu den Lottogewinnen.

Kurz erwähnt sei der Begriff „steuerfrei“: Dieser ist im Kontext der Lotteriegewinne nicht ganz richtig, korrekt hieße es hier: „nicht steuerbar“. Das liegt ganz einfach daran, dass gemäß deutschem Steuergesetz Einkünfte nur dann zu versteuern sind, wenn diese einer Einkunftsart zuzuordnen sind. Lotteriegewinne fallen unter keine Einkunftsart, sind daher also auch nicht steuerbar. Für den Lottospieler macht das letztendlich keinen Unterschied:
Auf Lotteriegewinne müssen in Deutschland generell keine Steuern gezahlt werden.

Was man jedoch auch in Deutschland unbedingt beachten sollte

Wer mit dem Gewinn Kapital erzielt, also beispielsweise Zinsen darauf erhält, muss sehr wohl Steuern zahlen – jedoch nur auf das erzielte Kapital (also beispielsweise auf die erhaltenen Zinsen), nicht auf den Lottogewinn selbst.

Neben Deutschland gibt es einige weitere Länder, in welchen auf Lotteriegewinne keine Steuern anfallen: Dazu gehören u.a. Österreich, Liechtenstein, Italien, Finnland, Irland, Großbritannien, Neuseeland, Australien und Kanada.

In fast allen anderen Ländern sind Lottogewinne zu versteuern, gemäß den Bestimmungen des jeweiligen Landes. In den meisten Ländern werden fällige Steuern aus nationalen Lotterien bereits durch den Anbieter an den Staat abgeführt, die ausgezahlte Summe fällt somit um den jeweils gültigen Steuersatz geringer aus. Das Steuerrecht der Mehrheit aller Länder sieht außerdem vor, dass Gewinne aus ausländischen Lotterien vom Gewinner selbst dem jeweiligen Finanzamt anzuzeigen und zu versteuern sind.

 

Die Gewinnsteuer kann zurückerstattet werden

Im Land der großen Weihnachtslotterie, Spanien, waren Lottogewinne bis zum Jahr 2013 steuerfrei – seitdem fällt dort eine Gewinnsteuer von 20% auf sämtliche Lottogewinne an. Diese 20% werden auch bei Gewinnern aus dem Ausland einbehalten, können in manchen Fällen jedoch auf Antrag zurückerstattet werden.

Beispiel: Wer in Deutschland wohnt und beim El Gordo gewinnt, kann im Folgejahr die Gewinnsteuer von 20% vom spanischen Finanzamt zurückfordern, da Lotteriegewinne in Deutschland steuerfrei sind, Spanien der EU angehört und mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen hat.

Die Steuersätze auf Lotteriegewinne, Freibeträge und Regelungen fallen je nach Land recht unterschiedlich aus. In den Niederlanden beispielsweise fallen pauschal 29% Gewinnsteuer an, in der Schweiz hat der Glücksspielanbieter eine Verrechnungssteuer von 35% an den Staat abzuführen, welche unter bestimmten Voraussetzungen vom Gewinner über seine Steuererklärung zurückgefordert werden kann. In den Vereinigten Staaten werden die jeweiligen Gesetze von jedem Bundesstaat mehr oder weniger unabhängig voneinander festgelegt, mit teilweise erheblichen Unterschieden.

 

Warum ihr auf euren Lottogewinn keine Steuern zahlen müsst?

Im Lottoland, eurer ersten Anlaufstelle für den Millionengewinn, erhaltet ihr eure Gewinne ohne Abzug ganz einfach auf euer Konto überwiesen. Das Geld fließt damit entsprechend den Quoten bei den Lotterien auf euer Konto. Dies trifft auf sämtliche Lotterien zu, die im Lottoland angeboten werden. Damit umfasst die Steuerfreiheit auch die Europa-Lotterien EuroJackpot und EuroMillions. Selbst die zahlreichen internationalen Lotterien, die sich einer immer größer werdenden Beliebtheit erfreuen, müssen bei der Teilnahme im Lottoland im Gewinnfall in Deutschland nicht versteuert werden.

Spielgewinne werden bei der Einkommenssteuer keiner Art von Einkünften zugeordnet. Wer auf Lottogewinne Steuern zahlt, der macht etwas falsch. Denn steuerrechtlich sind diese nicht steuerbar. Um diesen Tatbestand zu erfüllen, müssten sie einer Einkommensart (§ 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 7 EStG) zugeordnet werden. Lottogewinne fallen aber unter keine der Kategorien und damit auch nicht unter die Steuerpflicht.

Das gilt selbstverständlich auch für Gewinne aus Sonderangeboten oder Gratis-Tipps, die wir immer mal wieder unseren Lottospielern anbieten können. Auch hier im Magazin finden sich des Öfteren Angebote gerade für Neukunden.

 

Werden Gewinne aus Rubbellosen besteuert?

Mittlerweile könnt ihr euch im Lottoland ja jederzeit einen Großgewinn erspielen. Die Rubbellose machen es möglich. Bis zu einer Million Euro lassen sich so von jetzt auf gleich „freirubbeln“. Gelten hier die gleichen Gesetze? Um es kurz zu machen. Ja! Erträge aus Rubbellosen werden vor dem Gesetz gleichbehandelt wie Lotto-Gewinne. Auch hierauf müssen keine Abgaben an den Staat geleistet werden.

Ebenso ändert sich selbstverständlich auch durch die von uns angebotenen Zusatzoptionen nichts. Ob nun mit dem „Doppelten Jackpot“ oder dem „ZahlenSchutz“ gewonnen wird, spielt vor dem Gesetzgeber keine Rolle. Der jeweilige Betrag, von den fünf Euro bis zum Millionen-Jackpot, gehört ganz alleine dem Tipper mit dem glücklichen Händchen.

Generell und im gesamten deutschsprachigen Raum gilt also, dass auf Lotto- oder Rubbellos-Gewinne keinerlei Steuern zu entrichten sind. Wenn das gewonnene Geld aber angelegt wird, beispielsweise in eine Wohnung und diese vermietet wird, so müssen die Gewinne einer Einkunftsart zugeordnet und somit auch versteuert werden. Der Lottogewinn selber ist damit nicht zu versteuern. Wenn dieser jedoch gewinnbringend angelegt wird, fallen ganz gewöhnlich Steuern an.

 

Zusammengefasst: Wer seinen Wohnsitz in einem der genannten Länder hat, in denen keine Steuern auf Lotteriegewinne anfallen, hat wenig bis nichts zu befürchten – sollte jedoch daran denken, dass Zinsen zu versteuern sind. Wer in einem anderen Land seinen Wohnsitz angemeldet hat, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit seine Lotteriegewinne versteuern müssen. In diesem Fall lohnt es sich, sich genau über das jeweils gültige Steuerrecht zu informieren und seinen Steuerberater zu fragen, denn oftmals können anfallende Steuern gemindert, und bereits gezahlte Steuern zumindest teilweise zurückgefordert werden.